Über die Postleitzahl 46487
Diese Postleitzahl bildet den weitläufigen westlichen und rheinnahen Teil der Hansestadt Wesel und reicht von Bislich am Rhein gegenüber Xanten über das linksrheinische Büderich bis nach Flüren an der alten Lippemündung. Auch Blumenkamp, bis 1975 zu Hamminkeln gehörig, zählt dazu.
Bislich lässt sich über ein Gräberfeld des 6. bis 9. Jahrhunderts bis in die Zeit zurückverfolgen, in der hier vermutlich der Ort Lippeham lag, den Karl der Große um 800 mehrfach besuchte – der Überlieferung nach starb dort auch sein Elefant Abul Abbas. Auf der benachbarten Gravinsel gründete Herzog Adolf von Kleve 1417 ein Kloster für den Kartäuserorden, das im Achtzigjährigen Krieg von Weseler Bürgern abgerissen wurde, woraufhin die Mönche 1590 in Xanten eine neue Niederlassung fanden. Büderich, bis 1974 eigenständig, lieferte 1983 ein Steinwerkzeug aus baltischem Feuerstein, das zu den ältesten Fundstücken der Gegend zählt. In Flüren wiederum wurden mehrere römische Marschlager nachgewiesen, von denen einige heute als Teil des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes geschützt sind.
Auf 77,4 km² leben 15.547 Menschen, das ergibt eine Dichte von 201 Einwohnern je Quadratkilometer. Büderich ist über die Autobahnen 3 und 57 angebunden; zu den Nachbarn zählen Rees, Xanten, Alpen, Rheinberg, Voerde und Hamminkeln sowie die übrigen Weseler Postleitzahlen 46483 und 46485.