Über die Postleitzahl 46459
Am unteren Niederrhein, rechtsrheinisch im Kreis Kleve, liegt die Hansestadt Rees, die fast vollständig die Postleitzahl 46459 bildet. Das Stadtgebiet gliedert sich in acht Ortschaften, von denen unter anderem Haldern, Mehr, Millingen, Haffen, Bienen, Empel, Esserden und Grietherort hierher gehören. Erste Zeugnisse menschlichen Lebens fand man 1961 bei Bauarbeiten zur Autobahn 3 auf dem Colettenberg bei Haldern: Grabbeigaben vom Ende der Jungsteinzeit und Reste einer Siedlung aus der Hallstattzeit.
Mehr verdankt seinen Namen vermutlich einem Hof, der 947 von Liutgard, einer Tochter Ottos des Großen, dem Xantener Stift geschenkt wurde. Millingen wiederum geht auf die Hatwaren zurück, einen germanischen Stamm, der von einwandernden Sachsen über den Rhein verdrängt wurde und dort Orte mit ähnlichen Namen gründete – darunter auch Bienen und Haldern. Empel hieß bis 1963 Hurl und erhielt seinen heutigen Namen erst durch einen Beschluss der Landesregierung nach dem dortigen Schloss; „Empel“ leitet sich von „im Pel“, also „im Wasser“, ab. In der Stadt Rees selbst erinnert das Denkmal „Der Kiepenkerl“ an die einst bedeutende Tabakwirtschaft, getragen unter anderem von der Firma Oldenkott.
Auf 109,5 km² leben 21.493 Menschen, das entspricht 196 Einwohnern je Quadratkilometer. Rees grenzt an die Niederlande sowie an Emmerich, Isselburg, Wesel und Hamminkeln, das Kfz-Kennzeichen lautet KLE.