Über die Postleitzahl 49134
Rund sieben Kilometer nördlich von Osnabrück, an den südlichen Ausläufern des Wiehengebirges im Natur- und Geopark TERRA.vita, liegt die Gemeinde Wallenhorst, die fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl bildet. Sie erhielt 1972 ihre heutige Form, als die vier zuvor selbständigen Orte Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen zu einer Gemeinde vereinigt wurden und seither deren Ortsteile bilden. Wallenhorst selbst wurde bereits 851 als „Walonhurst“ in einer alten Wundererzählung um den Märtyrer Alexander von Rom erwähnt – dort soll ein erblindeter Mann namens Wetrih dem Heiligen begegnet sein und sein Augenlicht zurückerhalten haben.
Im Ortsteil Rulle zeugen die Helmichsteine, ein Großsteingrab der Megalithkultur, von den ältesten Siedlungsspuren der Gegend; in der Nähe liegt zudem die frühmittelalterliche Befestigungsanlage Wittekindsburg. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlagerte sich das Zentrum Wallenhorsts vom östlich gelegenen Alten Dorf nach Westen zum Neuen Dorf, wo die neue St.-Alexander-Kirche unweit einer gotischen Kapelle errichtet wurde, die schon seit dem 15. Jahrhundert dort stand. Am 4. April 1945 endete hier der Zweite Weltkrieg, nachdem britische Truppen über unzerstörte Brücken in Lechtingen einen Brückenkopf gebildet hatten.
Auf 47,0 km² zählt die Postleitzahl 22.626 Einwohnerinnen und Einwohner, was 481 je Quadratkilometer entspricht. Über die A 1 und die Abfahrt Osnabrück-Nord ist Wallenhorst an das Fernstraßennetz angebunden; Nachbargemeinden sind unter anderem Bramsche, Belm und das nordrhein-westfälische Lotte.