Über die Postleitzahl 49699
Lindern liegt im Landkreis Cloppenburg im Oldenburger Münsterland, nahe der Grenze zum Emsland, und gehört zum Erholungsgebiet Hasetal. Die Postleitzahl deckt praktisch die gesamte gleichnamige Gemeinde ab, zu der neben dem Hauptort Ortsteile wie Liener, Garen, Auen und Klöbbergen zählen.
Der Ort geht auf eine Schenkungsurkunde an das Kloster Corvey zurück, in der er zwischen 891 und 1037 unter dem Namen Lindduri erscheint. Der Name setzt sich aus altdeutschen Wörtern für Linde und Baum zusammen und findet sich bis heute im Gemeindewappen wieder. Um 1288 entstand ein Kirchspiel, das als Gründung der Gemeinde gilt. Rund siebzig Jahre lang, zwischen 1543 und 1613, war der Ort unter Bischof Franz von Waldeck und dem Reformator Hermann Bonnus überwiegend lutherisch geprägt, bevor die Gegenreformation ihn wieder katholisch machte.
Mehrere Großsteingräber, darunter die Schlingsteine und die Anlage Hünensteine am Herrenwald, liegen an der Straße der Megalithkultur und weisen auf eine Besiedlung schon vor Jahrtausenden hin. Im Ortsteil Liener dreht sich seit 1872 die Windmühle Hermelings Mühle, die in den 1990er Jahren restauriert wurde und seit 2008 zur Niedersächsischen Mühlenstraße gehört. Am Marktplatz erinnert eine nachgebaute Werkstatt an den Linderner Uhrmacher Büter.
Die Landwirtschaft prägt die Gemeinde bis heute: Ein Großteil der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, ergänzt durch Betriebe der Nahrungsmittelverarbeitung. Auf 65,5 km² kommen 4.938 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 75 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Löningen, Lastrup, Molbergen und Werlte.