Über die Postleitzahl 52159
Roetgen liegt an der Grenze zu Belgien in der Städteregion Aachen und trägt seit 2012 offiziell den Beinamen Tor zur Eifel. Durch die Nähe zu Aachen entstanden hier ab den 1970er Jahren mehrere Neubaugebiete für Pendler.
Die Bundesstraße 258 erschließt den Ort über steile, schnurgerade Steigungsstrecken, die im Volksmund Himmelsleiter genannt werden. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel die Vennbahntrasse an Belgien, wodurch der Ortsteil Mulartshütte und der Nachbarort Rott von einer belgischen Bahnlinie durchschnitten wurden und Roetgen/Lammersdorf zu einer von fünf deutschen Exklaven auf belgischem Gebiet wurde. Zwischen Roetgen und Rott liegt die Dreilägerbachtalsperre; das angeschlossene Wasserwerk versorgt weite Teile der Stadt Aachen sowie, jenseits der Grenze, die niederländische Stadt Kerkrade mit Trinkwasser. Tuchmacherei und Weberei prägten die Gemeinde im 18. Jahrhundert; daran erinnert eine Weberskulptur vor dem Rathaus.
Auf 38,9 km² leben 8.605 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 221 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind Teile von Aachen im Norden, Simmerath im Süden und Stolberg im Osten.