Über die Postleitzahl 52388
Nörvenich liegt in der Zülpicher Börde im Kreis Düren und trug in der Antike den Namen Norboniacum – ähnlich wie Jülich (Juliacum) oder Zülpich (Tolbiacum) endet der Ortsname auf eine römische Besitzbezeichnung. Bei Nörvenich wurde eine 31 Zentimeter lange Dechselklinge aus der bandkeramischen Zeit gefunden, wahrscheinlich die zweitgrößte ihrer Art in Mitteleuropa.
Die mittelalterliche Festungsanlage „Noruenich“, erstmals 1028 erwähnt, ging vermutlich aus einem römischen Kastell hervor. Der Ortsteil Eschweiler über Feld, zweitgrößter Ort der Gemeinde, wird bereits 1003 urkundlich genannt. Ungewöhnlich ist die Geschichte von Oberbolheim: Das Dorf wurde 1968/69 wegen eines Fliegerhorsts rund zwei Kilometer versetzt vollständig neu errichtet, nur die Antonius-Kapelle erinnert noch an den alten Standort. Am Ortsrand von Binsfeld soll der Überlieferung nach um das Jahr 400 eine Schlacht zwischen Römern und einfallenden Franken stattgefunden haben. Die heutige Gemeinde entstand 1969 durch den Zusammenschluss zahlreicher bis dahin selbstständiger Dörfer.
Auf 65,9 km² leben 11.403 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 173 je Quadratkilometer.
Nachbargemeinden sind Düren im Osten und Kreuzau im Süden.