Über die Postleitzahl 53115
Südwestlich der Bonner Innenstadt liegt diese Postleitzahl mit den Stadtteilen Poppelsdorf und Weststadt sowie Teilen von Kessenich, Südstadt, Endenich und Venusberg. Poppelsdorf trägt bis heute deutlich das Gepräge der Bonner Universität; bis zu seiner Eingemeindung 1904 bildete der Ort eine eigenständige Bürgermeisterei. 1755 wurde hier eine kurfürstliche Porzellanmanufaktur gegründet, aus der später die Firmen Ludwig Wessel und Franz Anton Mehlem hervorgingen, und von 1883 bis 1973 prägte der Büroartikelhersteller Soennecken mit zeitweise rund 1000 Beschäftigten das Viertel.
Die Weststadt bildet zusammen mit der benachbarten Südstadt eines der größten zusammenhängenden Gründerzeitviertel Deutschlands, mit Bauten unter anderem von Anton Becker und Anton Butscheidt; im Baumschulwäldchen des sogenannten Musikerviertels steht ein Kriegerdenkmal von 1939, am Wittelsbacherring das Rheinische Landesmuseum. Kessenich zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen Bonns, schon in vorrömischer Zeit besiedelt, mit einer seit 1804 selbstständigen Pfarrei St. Nikolaus. Der zum Teil hierher reichende Venusberg schließlich ist ein bis zu 175 Meter hohes Hochplateau, dessen Name von „Fenn-Berg“ herrührt, weil es sich um ein ehemaliges Hochmoorgebiet handelt.
Die Postleitzahl zählt 19.671 Einwohnerinnen und Einwohner auf 3,7 km², das ergibt 5.318 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlen liegen ebenfalls in Bonn, etwa in Richtung Zentrum, Dransdorf und weiter südlich.