Über die Postleitzahl 53129
Kessenich zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen Bonns: Das auf 4080 vor Christus datierte Michelsberger Erdwerk auf dem Venusbergplateau liegt größtenteils auf Kessenicher Gemarkung, begünstigt durch die tiefgründigen Lößböden an der Niederterrasse und den ganzjährig wasserführenden Venusbergbach. Erst 1904 wurde die zuvor eigenständige Gemeinde nach Bonn eingemeindet. Der Reblausbefall beendete hier wie andernorts den erwerbsmäßigen Weinbau, den die Rhein-Weinbaukarte von 1904 noch dokumentiert; um 1820 soll der spätere Dichter des Deutschlandliedes, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, während seines Bonner Studiums regelmäßig zu einer Kessenicher Bauernwirtschaft spaziert sein.
Daneben liegt der Ortsteil Dottendorf, urkundlich erstmals 804 erwähnt und benannt vermutlich nach einem „Dorf des Dotto“. Durch die Nähe zum ehemaligen Bonner Regierungsviertel wuchs Dottendorf nach der Wahl Bonns zum Regierungssitz rasch, sodass die früheren Felder im Süden und Osten vollständig bebaut wurden. Der Fabrikant Friedrich Paul Mönkemöller ließ um 1899 dort seine gleichnamige Villa sowie zwei aufwendig gestaltete Doppelhäuser in der heute nach ihm benannten Straße bauen; ab 1915 erschloss eine Straßenbahnlinie den Ortsteil.
Auf 3,1 km² leben in der PLZ 53129 16.401 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 5.236 Personen je Quadratkilometer.
Angrenzend liegen weitere Bonner Postleitzahlen, darunter 53127 mit dem Venusberg und 53175.