Über die Postleitzahl 55425
Am Südostrand des Hunsrücks, südlich des Binger Walds und rund sechs Kilometer westlich von Bingen, liegt der Weinort Waldalgesheim mit seinem Ortsteil Genheim; beide zusammen bilden die Postleitzahl 55425 in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Am Ortsrand von Waldalgesheim fanden Archäologen ein keltisches Fürstengrab aus der La-Tène-Zeit, dessen Funde heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt sind; auch bei Genheim belegen keltische Hügelgräber eine frühe Besiedlung der Gegend seit etwa 750 vor Christus. Urkundlich erscheint der Ort erstmals um 790 im Lorscher Codex als Alagastesheim im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Lorsch.
Der heutige Name entstand aus dem ursprünglichen Algesheim, dem ein Wald- vorangestellt wurde, um eine Verwechslung mit dem ebenfalls im Landkreis Mainz-Bingen liegenden Gau-Algesheim zu vermeiden; laut Namenforschung könnte der Ortsname ursprünglich „Heim des Alagast“ oder „Heim des Alagwin“ bedeutet haben. Genheim, seit 1970 Ortsteil von Waldalgesheim, war eigenständig, bevor es eingemeindet wurde. Seit 2003 zählt Waldalgesheim zum UNESCO-Weltkulturerbe Mittelrhein. Unter Denkmalschutz stehen unter anderem die schlossgleiche Anlage der früheren Erz- und Mangan-Grube Amalienhöhe samt zugehöriger Knappensiedlung sowie die evangelischen Kirchen in Waldalgesheim und Genheim.
Auf 16,0 km² zählt die Postleitzahl 55425 3.961 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 248 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind Weiler bei Bingen, Münster-Sarmsheim, Stromberg, Seibersbach und Guldental.