Über die Postleitzahl 55413
Westlich von Bingen, am Übergang vom Binger Wald zum oberen Mittelrheintal, erstreckt sich die Postleitzahl 55413 über sieben Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe: Weiler bei Bingen, Oberheimbach, Oberdiebach, Trechtingshausen, Manubach und Niederheimbach. Weiler bei Bingen wird erstmals 823 in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen genannt; seine Gemarkung war Teil der historischen „Binger Mark“ und lag an der römischen Ausoniusstraße zwischen Mainz und Trier, an der bis heute die Reste eines römischen Gutshofs im Binger Stadtwald freigelegt werden. Der frühere Weilerer Ortsteil Rupertsberg wurde 1892 als Bingerbrück selbstständig und später nach Bingen eingemeindet.
Oberheimbach, Oberdiebach, Trechtingshausen und Niederheimbach gehören seit den frühen 2000er Jahren zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. In Trechtingshausen residierten im Mittelalter auf der Burg Reichenstein zeitweise Raubritter, bis König Rudolf von Habsburg die Burg 1282 zerstören und ihre Bewohner hinrichten ließ. Oberhalb von Niederheimbach liegt die Burgruine Sooneck, die 1282 aus demselben Grund geschleift und später wieder aufgebaut wurde. Oberdiebach ist wie die gesamte Loreley-Region durch Weinbau geprägt, unter anderem mit den Lagen Rheinberg und Fürstenberg, und bewahrt mit der neu belebten Zunft der Weinschröter eine alte Tradition des Fasstransports.
Die Postleitzahl 55413 umfasst 62,2 km² mit 5.815 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 94 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Bingen am Rhein, Bacharach, Münster-Sarmsheim, Waldalgesheim, Stromberg, Rheinböllen sowie, rechtsrheinisch, an Rüdesheim am Rhein und Lorch.