Über die Postleitzahl 55497
Am Fuße des Soonwalds im Rhein-Hunsrück-Kreis liegen die Ortsgemeinden Ellern und Schnorbach, die diese Postleitzahl bilden und zur Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen gehören.
Ellern wird erstmals 1347 urkundlich erwähnt, wurde nach der Reformation überwiegend evangelisch und diente 1798 kurz dem jungen Schinderhannes als Ort für einen Pferdediebstahl. Prägend für den Ort wurde ab 1888 die Holzindustrie: Ein Dampfsägewerk ging über mehrere Besitzerwechsel an die Firma Mathias Tenhaeff, die ab 1920 Kisten, später Stühle und schließlich Tische und Gastronomiemöbel fertigte. In den letzten Kriegsjahren betrieben zunächst die Hitlerjugend, dann die Gestapo bei Ellern ein Lager, in dem Jugendliche unter dem Namen Wehrertüchtigung zur Zwangsarbeit in der Holzwirtschaft herangezogen wurden. Schnorbach reicht mit ersten Erwähnungen um 1200 zurück und liegt an der von den Herren von Wahlbach und den Grafen von Kessel geprägten alten Grenze entlang der römischen Steinstraße; ein gefundenes Bronzebeil deutet auf eine Besiedlung schon zur Hügelgräberzeit hin.
Beide Orte liegen nahe der A 61, der Bahnhof Ellern lag an der heute stillgelegten Hunsrückquerbahn. Auf 12,4 km² leben 1.169 Menschen, das ergibt 95 Einwohner je Quadratkilometer. Zu den Nachbar-Postleitzahlen zählen 55494 mit Rheinböllen und 55496 mit Argenthal.