Über die Postleitzahl 55494
Am Übergang vom Binger Wald zum Soonwald im südöstlichen Hunsrück liegt Rheinböllen, das dieser Postleitzahl den Namen gibt und neben Simmern als zweiter Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen fungiert. Dazu gehören die kleineren Ortsgemeinden Mörschbach, Liebshausen, Dichtelbach, Wahlbach, Benzweiler und Erbach.
Rheinböllen wird 1309 erstmals urkundlich erwähnt und wurde erst 2009 offiziell zur Stadt erhoben. Wirtschaftlich prägte lange die Rheinböllerhütte das Bild, eine bereits 1598 erwähnte Eisenhütte, die unter der Familie Puricelli 1865 mit bis zu 628 Beschäftigten ihre Blütezeit erlebte; das 1864 gegründete Puricelli-Stift als Waisenhaus-Stiftung steht bis heute unter Denkmalschutz. Mörschbach reicht mit der Weihe seiner Kirche durch den Mainzer Erzbischof Willigis bis ins Jahr 1006 zurück, in Liebshausen hielt sich Ende des 18. Jahrhunderts zeitweise der Räuber Schinderhannes auf, der dort 1797 bei einer Wirtshausschlägerei verletzt wurde. Auf dem Kandrich bei Dichtelbach standen von 1963 bis 1991 amerikanische Flugabwehrraketen, heute drehen sich dort drei Windkraftanlagen.
Rheinböllen besitzt eine eigene Abfahrt an der A 61 und ist über die B 50 mit Simmern, Kirchberg und dem Flughafen Frankfurt-Hahn verbunden. Auf 43,4 km² leben 6.245 Menschen, das ergibt eine Dichte von 144 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen sind unter anderem 55442 mit Stromberg und 55497 mit Ellern und Schnorbach.