Über die Postleitzahl 56130
Bad Ems, Kreisstadt des Rhein-Lahn-Kreises in Rheinland-Pfalz, liegt beiderseits der unteren Lahn zwischen Taunus und Westerwald und macht knapp sechzig Prozent der Fläche dieser Postleitzahl aus. Gut ein Drittel entfällt auf den Lahnsteiner Stadtteil auf der Höhe, dazu kommen die Weiler Gräveheid und Rullsbach. Als Dorf wohl fränkischen Ursprungs aus dem 6. Jahrhundert wurde Ems 880 erstmals urkundlich erwähnt, die Stadtrechte verlieh König Ludwig der Bayer im Jahr 1324.
Im 17. und 18. Jahrhundert zählte Ems zu den berühmtesten Badeorten Deutschlands, unter der gemeinsamen Herrschaft von Oranien-Nassau und Hessen-Darmstadt. Die Kurgäste reichten von Goethe, der 1774 dort weilte, bis zu Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen. Neben dem Kurbetrieb prägte im 19. und 20. Jahrhundert der Erzbergbau auf Blei, Silber, Zink und Kupfer den Ort, dessen Spuren am Blöskopf noch als Pingen sichtbar sind. Die Spielbank im Kurhaus gilt als eine der ältesten Deutschlands, mit Betrieb von 1720 bis 1872 und erneut seit 1987.
Bad Ems zählt 9.974 Einwohnerinnen und Einwohner auf 25,3 km², eine Dichte von 394 Einwohnern je Quadratkilometer. Als Mitglied der Zweckgemeinschaft Great Spas of Europe setzt die Stadt weiter auf den Gesundheitstourismus. Nachbarn der Postleitzahl sind Lahnstein im Norden sowie die Dörfer um Dausenau und Fachbach lahnaufwärts.