Über die Postleitzahl 56242
Selters im Westerwaldkreis, Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, teilt sich diese Postleitzahl mit den Ortsgemeinden Marienrachdorf, Nordhofen, Quirnbach und Ellenhausen. Selters zählt zu den frühesten Siedlungen im Westerwald, gegründet im mittleren 10. Jahrhundert; Funde von Feuersteinen und Speerspitzen lassen sogar eine Besiedlung schon in der Jungsteinzeit vermuten. 1336 verpfändeten die Grafen von Sponheim den Ort für 450 Mark an Johann von Montabaur, bevor er später an die Herren zu Wied fiel, die 1791 in den Fürstenstand erhoben wurden.
Nordhofen erhielt 1357 von Kaiser Karl IV. das Recht, sich zu einer Stadt mit Gräben, Mauern, Türmen und Toren auszubauen – doch mangels günstiger Lage blieb daraus nichts, und 1653 übertrug Kaiser Ferdinand III. die ungenutzten Stadtrechte auf die neue Siedlung Neuwied. Marienrachdorf trug im Lauf der Jahrhunderte wechselnde Namen von Rachdorf über Maroraychdorf bis Marck(t)rachdorf, bevor sich 1739 die heutige Form nach der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt durchsetzte, deren Kirchturm noch aus dem 14. Jahrhundert stammt.
5.220 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 22,1 km², das entspricht 236 je Quadratkilometer. Der nächste Bahnhof liegt im benachbarten Siershahn. Nachbarn der Postleitzahl sind Nauort im Westen, Herschbach und Dierdorf im Osten.