Über die Postleitzahl 56294
Auf dem Maifeld, einer der Eifel vorgelagerten fruchtbaren Hochebene zwischen Untermosel und Mittelrhein, liegt die Stadt Münstermaifeld, die mehr als die Hälfte dieser Postleitzahl einnimmt und Sitz der Verbandsgemeinde Maifeld ist. Zu ihr zählen die Stadtteile Keldung, Küttig, Lasserg, Metternich und Mörz. Im Umland liegen die Ortsgemeinden Wierschem, Kalt, Gappenach und Gierschnach.
Die Stiftskirche St. Martin und St. Severus, deren mächtiges Westwerk die Stadt weithin überragt, geht auf einen merowingischen Ursprungsbau der Jahre 573 bis 596 zurück, der auf den Fundamenten eines römischen Wachturms errichtet wurde. 965 erhielt der Ort das Marktrecht. Vom mittelalterlichen Befestigungsring ist der sogenannte Eulen- oder Pulverturm erhalten, im Volksmund nach Erzbischof Bruno von Lauffen auch Lauffenburg genannt. In Wierschem zog die Wallfahrtskirche St. Apollonia, deren Patrozinium 1735 eingeführt wurde, einst Pilger an, die gegen Zahnschmerzen Hilfe suchten. Im Nachbarort Kalt überlebte der Ortschronik zufolge nur ein Bruchteil der Bewohner den Dreißigjährigen Krieg, woran bis heute die seit 1678 bestehende Dutze-Bilchens-Prozession erinnert.
In der PLZ 56294 leben 4.720 Menschen auf 46,1 km², das ergibt eine Dichte von 102 Einwohnern je Quadratkilometer. Rund fünf Kilometer von Münstermaifeld entfernt liegen die Burgen Eltz und Pyrmont; von 1916 bis 1961 besaß die Stadt zudem einen eigenen Bahnanschluss nach Polch.