Über die Postleitzahl 56330
An der Untermosel, etwa 17 Kilometer von Koblenz entfernt, liegt der Weinort Kobern-Gondorf, der fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl einnimmt und Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Mosel ist. Zur Gemeinde zählt auch der auf einer Anhöhe über dem Nothbachtal gelegene Ortsteil Dreckenach.
Der Ortsteil Kobern, römisch Coverna genannt, war einst Residenz der Herren von Coverstein, die dort zwei Burgen errichteten; nach dem Aussterben ihrer männlichen Linie um 1100 ging der Besitz durch Heirat an die Herren von Isenburg über, die neben der Oberburg zwischen 1220 und 1240 die Matthiaskapelle errichteten – der Überlieferung nach wurde dort nach einem Kreuzzug das Haupt des Apostels Matthias als Reliquie verwahrt. Erst im 14. Jahrhundert kam Kobern käuflich an das Kurfürstentum Trier. In Gondorf entstand in den 1870er-Jahren die neugotische Pfarrkirche St. Johannes Apostel als Ersatz für einen Vorgängerbau von 1731, der dem Bau der Moselbahn weichen musste. Auch vorgeschichtliche Grabhügelfelder und der vermutete Kultplatz Goloring belegen eine sehr frühe Besiedlung der Gegend.
Auf 28,4 km² zählt die PLZ 56330 2.996 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 105 Menschen je Quadratkilometer. Kobern und Gondorf zählen zum Weinbaubereich Burg Cochem im Anbaugebiet Mosel; die Reben stehen größtenteils an steilen Hängen. Die Ortslage am Prallhang des Dieblicher Moselbogens ist wegen ihrer niedrigen Höhe häufig von Hochwasser betroffen. Nachbarorte sind unter anderem Lehmen, Winningen und Münstermaifeld.