Über die Postleitzahl 56299
Oberhalb des Nettetals, auf dem zur Vordereifel zählenden Maifeld, liegt Ochtendung, das fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl einnimmt und der Verbandsgemeinde Maifeld angehört. Zur Gemeinde zählen mehrere kleine Weiler wie Emmingerhof, Fressenhöfe und die Waldorfer Höfe.
Der Ortsname geht auf die mittelalterliche Wendung „of demo dinge“ zurück und verweist auf ein Thing, den Ort, an dem einst Gericht gehalten wurde. 1354 verlieh Kaiser Karl IV. dem Ort Frankfurter Stadtrecht. Trotz eigener Befestigung wurde Ochtendung im Dreißigjährigen Krieg wiederholt verwüstet, und ein Großbrand zerstörte 1734 weite Teile des Dorfes samt der alten St.-Martin-Kirche, die daraufhin zwischen 1769 und 1771 neu errichtet wurde; ihr Nachfolgebau von 1958 steht bis heute. Die Nähe zur Burg Wernerseck, einst Sitz eines eigenen kurtrierischen Amtsbezirks, sowie ein römisches Grabmal, der Tumulus, zeugen von der langen Siedlungsgeschichte des Ortes.
Die PLZ 56299 zählt 5.324 Einwohnerinnen und Einwohner auf 24,0 km², das entspricht 222 Menschen je Quadratkilometer. Mit der verkehrsgünstigen Lage an A 48 und A 61 begann im 20. Jahrhundert der Abbau der reichhaltigen Bims- und Lavavorkommen der Gegend, die zuvor vor allem landwirtschaftlich geprägt war.