Über die Postleitzahl 56575
Gegenüber von Neuwied, linksrheinisch am Mittelrhein zwischen Andernach und Koblenz gelegen, bildet die Stadt Weißenthurm im Landkreis Mayen-Koblenz den Kern dieser Postleitzahl; kleinere Anteile entfallen auf die Gemeinde Kettig und einen schmalen Streifen von Andernach.
Der Name geht auf einen weiß getünchten Wohn- und Zollturm zurück, den vermutlich der Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein zu Beginn des 15. Jahrhunderts an der Grenze zwischen den Kurfürstentümern Trier und Köln errichten ließ. Die Siedlung daneben hieß zunächst Platzenborn, bis der Trierer Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen ihr 1663 das Marktrecht und damit ihren heutigen Namen verlieh. Wegen ihrer drei Haupterwerbszweige – Bimsindustrie, Brauereien und Blechverarbeitung – war die Stadt einst als „3B-Stadt“ bekannt; die Bimsindustrie ist heute erloschen, da der Rohstoff in der Region weitgehend abgebaut ist. Ein Denkmal für General Hoche erinnert daran, dass dessen französische Truppen 1797 an dieser Stelle den Rhein überquerten, und im namensgebenden Turm selbst ist heute ein kleines Heimatmuseum untergebracht.
Auf 4,7 km² zählt die Postleitzahl 8.957 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.900 je km².
Eine Brücke verbindet die Stadt mit dem gegenüberliegenden Neuwied; die vorgelagerte Rheininsel Weißenthurmer Werth ist über die Rheinbrücke erreichbar.