Über die Postleitzahl 56218
Am Westrand des Neuwieder Beckens, nahe der Mündung der Nette in den Rhein, liegt Mülheim-Kärlich im Landkreis Mayen-Koblenz und bildet fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl. Die Stadt gliedert sich in Mülheim, Kärlich, Urmitz-Bahnhof und Depot und ist die größte Kommune der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Das Gebiet gehört zu den frühesten von Menschen bewohnten Orten hierzulande: In einer Tongrube auf dem Kärlicher Berg fanden sich uralte Faustkeile aus Quarzit und Feuerstein, Werkzeuge des Homo erectus von Mülheim-Kärlich.
Seit der Jungsteinzeit ist die Region durchgehend besiedelt; von etwa 3700 bis 2400 vor Christus bestand am Rheinufer ein ausgedehntes, von Wall und Graben geschütztes Erdwerk der Michelsberger Kultur. Namen und Grabfunde weisen auch auf keltische Besiedlung ab der Latène-Zeit hin. Im Stadtteil Depot legten Ausgrabungen 1983 die Grundmauern einer römischen Villa rustica aus dem 2. und 3. Jahrhundert frei. Bis heute prägen viele originalgetreu restaurierte Fachwerkhäuser das Ortsbild, dazu die gotische Alte Kapelle neben dem Rathaus aus den Jahren 1313 bis 1318, das älteste vollständig erhaltene Gebäude der Stadt.
11.104 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 16,2 km², das entspricht 686 je Quadratkilometer. Rund um Mülheim-Kärlich erstreckt sich ein weites, zusammenhängendes Obstanbaugebiet, bekannt vor allem für Süßkirschen und Schattenmorellen. Nachbarn der Postleitzahl sind Koblenz, Urmitz und Weißenthurm.