Über die Postleitzahl 56579
Rengsdorf, Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach im Landkreis Neuwied, liegt dort, wo der Westerwald am Neuwieder Becken zu steigen beginnt; zur Postleitzahl gehören außerdem die Gemeinden Bonefeld und Hardert.
Aus der Amtszeit des Trierer Erzbischofs Theutgart stammt die älteste erhaltene Urkunde zu Rengsdorf, die um das Jahr 857 den Grenzverlauf des dortigen Pfarrzehntbezirks festhält. Seit 1963 trägt der Ort das Prädikat Heilklimatischer Kurort, seine gesundheitstouristische Tradition reicht aber bis ins 19. Jahrhundert zurück. Am Kaisereichenplatz erinnert eine 13 Meter hohe Bismarcksäule von 1903 an den ersten Reichskanzler, und der sogenannte Römergraben, lange für ein Überbleibsel des Limes gehalten, stammt tatsächlich aus fränkischer Zeit und diente wohl als frühmittelalterlicher Grenzschutz. Bonefeld wird 1321 erstmals erwähnt, als das Koblenzer Kastorstift Rechte am Zehnten feststellte, und besitzt mit einem sechs Grabhügel umfassenden Gräberfeld aus der jüngeren Hallstattzeit ein Zeugnis noch früherer Besiedlung. Hardert, ebenfalls 1321 erstmals belegt, ist als staatlich anerkannter Luftkurort ausgewiesen.
In der Postleitzahl leben 4.661 Einwohnerinnen und Einwohner auf 15,4 km², das entspricht einer Dichte von 302 je km².
Die B 256 verbindet Rengsdorf mit Neuwied und Altenkirchen; nachbarschaftlich grenzen Melsbach und die Gemeinden um Anhausen an.