Über die Postleitzahl 57250
Netphen ist die flächenmäßig größte dieser Postleitzahlen im Kreis Siegen-Wittgenstein und reicht von der Kernstadt über gut zwanzig Ortsteile bis an die Grenze zu Hessen. Erste urkundliche Erwähnung findet die Netphener Region 1239, als Graf Heinrich II. von Nassau dem Kloster Stift Keppel die Einkünfte des Kirchspiels übertrug; 1969 entstand aus zahlreichen Dörfern die heutige Großgemeinde.
Schon in der La-Tène-Zeit um 500 vor Christus nutzten Kelten den Holz- und Erzreichtum der Gegend, wovon die „Alte Burg“ oberhalb der Obernautalsperre zeugt, eine Fliehburg, an der bis heute alljährlich am Silvestertag ein Volkslauf stattfindet. Die Obernautalsperre selbst ist mit 15 Millionen Kubikmetern die größte Trinkwassertalsperre des Siegerlands; ihr Bau Ende der 1960er Jahre veränderte den nahen Ortsteil Brauersdorf grundlegend, weil ein Teil der Bewohner von Obernau und Nauholz umgesiedelt wurde. In der Netphener Martinikirche aus dem 13. Jahrhundert teilten sich evangelische und katholische Gemeinde bis 1895 die Gottesdienstzeiten im sogenannten Simultaneum. Auf 136,9 km² leben 22.994 Menschen, das ergibt 168 je km².
Westlich schließen mit den Nachbar-PLZ 57074 und 57078 Siegener Stadtteile an, südlich mit 57271 die Stadt Hilchenbach.