Über die Postleitzahl 57641
Im Wiedtal, in der sogenannten Lahrer Herrlichkeit und im Naturpark Rhein-Westerwald, liegt die kleine Postleitzahl mit dem Kernort Oberlahr und einem Teil der Nachbargemeinde Bürdenbach, beide zur Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen gehörig.
Am Adventssonntag, dem 12. Dezember 1790, brannte Oberlahr bei der sogenannten Oberlahrer Brandkatastrophe fast vollständig nieder; zum Wiederaufbau wurden 200 der 3000 Eichen aus den Oberlahrer Waldungen an die Geschädigten verteilt, gestaffelt nach Größe des Schadens. Im restaurierten Ortskern stehen heute die St.-Antonius-Kirche, das alte Dorfbackes und das Gemeindehaus. Ab 1884 verkehrte östlich des Ortes die schmalspurige „Krupp'sche Grubenbahn“ von der Grube Louise in Niedersteinebach bis zum Umladebahnhof in Seifen. Im Bürdenbacher Ortsteil Bruch stand bis ins 19. Jahrhundert ein Renaissanceschloss der Familie von Welschenengsten, die in Diensten der Sayner und Nassauer Grafen stand; nach der Stilllegung der örtlichen Eisenerzgrube 1930 setzt der Ort heute auf Wander-, Wellness- und Seminartourismus.
1.035 Menschen leben auf 3,9 km², das sind 266 je Quadratkilometer. Nachbarorte liegen bei Flammersfeld, Puderbach und Horhausen.