Über die Postleitzahl 58809
Im Nordwesten des Sauerlands liegt die Kleinstadt Neuenrade, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Als befestigte Plansiedlung gegen die Grafschaft Arnsberg geht sie auf die Grafen von der Mark zurück, wuchs danach aber nur begrenzt. Ihre heutige Ausdehnung erhielt die Stadt durch Eingemeindungen zwischen 1969 und 1975, als unter anderem Affeln, Altenaffeln, Blintrop und Küntrop hinzukamen.
Schon vom 11. bis 13. Jahrhundert wurde in der Gegend Eisenerz in Rennöfen zu Kleineisenwaren verarbeitet; ein solcher Ofen aus dem 13. Jahrhundert wurde 1965 beim Gut Berentrop gut erhalten ausgegraben. Als Beistadt von Lüdenscheid gehörte Neuenrade der Hanse an, ohne eigenes Mitspracherecht, aber mit Zugang zu den Handelsprivilegien; wichtigstes Exportgut blieben lange die Kleineisenwaren, ab dem 16. Jahrhundert ergänzt durch Osemundeisen aus eigenen Schmieden. 1564 erschien im Rahmen der Neuenrader Kirchenordnung das erste deutschsprachige Gesangbuch Westfalens. Bis heute wird zum Gertrudenmarkt der Kräuterlikör Buba-Bitter nach einem geheimen Rezept ausgeschenkt, dessen Tradition auf eine Schankkonzession von 1835 zurückgeht.
Auf 53,9 km² zählt die Postleitzahl 11.610 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 215 je km². Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Altena, Werdohl, Balve und Plettenberg.