Über die Postleitzahl 58840
Am Zusammenfluss von Else- und Oesterbach liegt die Stadt Plettenberg, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Der Ort hieß ursprünglich Heslipho und wurde 1072 erstmals urkundlich erwähnt; erst als das Adelsgeschlecht von Plettenberg um 1100 dort eine Stadtburg errichtete, ging der Name Plettenberg auf die Siedlung über. 1397 verlieh ihr Graf Dietrich II. von der Mark das Stadtrecht. Zur Stadt gehören zahlreiche Ortsteile im Else-, Oester- und Lennetal, darunter Ohle, Eiringhausen, Pasel, Böddinghausen, Bremcke und Himmelmert.
Eine Stadtmauer durfte Plettenberg lange nicht bauen, da es als Zankapfel der Kölner Erzbischöfe galt; erst um 1500 ersetzte man die hölzerne Graben-Wall-Anlage durch eine Mauer, von der nach dem großen Stadtbrand von 1725 nur wenig blieb. Die evangelische Christuskirche in der Stadtmitte entstand um 1230. Die Wirtschaft der Stadt gründet auf der Eisenverarbeitung, die einst die Wasserkraft der Lenne in Hammerschmieden nutzte; noch heute prägen Betriebe wie das 1846 gegründete Unternehmen Seissenschmidt und Zulieferer der Automobilindustrie die Stadt. Der Gerüstbauer Plettac AG war mit einem erfolgreichen Börsengang Anfang der 1990er Jahre lange das umsatzstärkste Unternehmen Plettenbergs. Am Oberlauf der Oester staut seit 1904 bis 1906 die rund 2300 Meter lange Oestertalsperre 3,1 Millionen Kubikmeter Wasser.
Auf 96,3 km² leben 24.597 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 255 je km². Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Werdohl, Neuenrade, Herscheid und Attendorn.