Über die Postleitzahl 58849
Im südöstlichen Märkischen Kreis, im bergigen Sauerland, liegt die Gemeinde Herscheid, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Südlich der Kerngemeinde erhebt sich mit der Nordhelle, 663 Meter hoch, der höchste Berg des Ebbegebirges. Zu Herscheid gehören zahlreiche Weiler und Ortsteile wie Hüinghausen, Rärin, Stottmert, Elsen, Sirrin und Wellin, viele davon auf Hochebenen inmitten des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge.
Neben der Landwirtschaft prägten Erzgewinnung und Metallverarbeitung die Gegend seit jeher. Für den Bergbau am Silberg, wo Kupfer, Blei, Schwefelkies und Baryt gefördert wurden, sind schriftliche Zeugnisse seit dem 17. Jahrhundert erhalten; seit den 1970er-Jahren führt dort ein Lehrpfad entlang der alten Stollen. Im Ahe- und Elsetal entstanden schon ab dem 13. Jahrhundert leistungsfähige Eisenschmieden und später Osemundschmieden, die von sogenannten Reidemeistern betrieben wurden. Die Apostelkirche im Ort geht auf das 11. Jahrhundert zurück; erstmals 1072 urkundlich fassbar wird sie durch eine Schenkung an das neu gegründete Kloster Grafschaft, veranlasst vom Kölner Erzbischof Anno II. Vom Ortsteil Hüinghausen aus fährt heute eine museale Eisenbahn ins benachbarte Plettenberg. Verkehrlich lag Herscheid stets abseits, erst 1832 kam eine regelmäßige Postkutschenverbindung nach Lüdenscheid und Plettenberg zustande.
6.843 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 59,2 km², das ergibt eine Dichte von 116 je km². Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Plettenberg, Werdohl, Lüdenscheid und Meinerzhagen.