Über die Postleitzahl 60486
Westlich der Frankfurter Innenstadt liegt die Postleitzahl 60486 zu weiten Teilen in Bockenheim, dazu mit kleineren Anteilen im Gallus und im Westend Süd.
Bockenheim wird bereits 768 im Lorscher Codex erwähnt: Ein gewisser Aliulf schenkte dem Kloster Lorsch damals unter anderem seinen Besitz „in Bochinheim“. Das Dorf lag zunächst im königlichen Wildbann Dreieich, ehe König Ludwig IV. es 1320 zusammen mit dem gesamten Bornheimerberg an die Herren von Hanau verpfändete, in deren Herrschaft es bis 1713 verblieb. Erst 1895 kam Bockenheim zu Frankfurt und wuchs um die Jahrhundertwende zu einem dichten Gründerzeitviertel heran, das zeitweise nach Sachsenhausen und Nordend das bevölkerungsreichste der Stadt war.
Auf früherem Bockenheimer Industriegelände entstanden zwei jüngere Quartiere: Die City West nutzt seit den 1980er Jahren das Areal eines 1869 errichteten Gaswerks und zahlreicher spezialisierter Kleinbetriebe, unweit davon liegt die nach einem ehemaligen Wald benannte Kuhwaldsiedlung. Auf dem Gelände des früheren Hauptgüterbahnhofs im angrenzenden Gallus wächst seit 2005 das Europaviertel heran, dessen Straßen nach europäischen Hauptstädten benannt sind und das um Büros, Wohnungen, eine Schule und Parks ergänzt werden soll.
Auf 4,8 km² kommen 30.538 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 6.429 je Quadratkilometer.