Über die Postleitzahl 61206
Diese Postleitzahl im hessischen Wetteraukreis umfasst nahezu die gesamte Gemeinde Wöllstadt mit ihren beiden Ortsteilen Nieder-Wöllstadt und Ober-Wöllstadt, die 1972 im Zuge der Gebietsreform zusammengeschlossen wurden.
Beide Orte gehen auf eine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 790 im Lorscher Codex zurück. Nieder-Wöllstadt blieb nach der Reformation evangelisch, während Ober-Wöllstadt nach kurzer lutherischer Phase wieder katholisch wurde; 1603 geriet dort der reformierte Pfarrer und Gegner der Hexenverfolgung Anton Praetorius nach einem Streitgespräch in Haft, aus der ihn erst das persönliche Eingreifen seines Landesherrn befreite. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1622 und 1626 mehrfach von Soldaten geplündert. Nieder-Wöllstadt ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung, besitzt einen Bahnhof an der Main-Weser-Bahn und liegt an der Kreuzung von Bundesstraße 3 und Bundesstraße 45; der lange ortsbildprägende Molkereiturm wurde im Sommer 2026 abgerissen. In Ober-Wöllstadt steht die 1752 erbaute katholische St.-Stefanus-Kirche an einer Stelle, an der schon um 1050 eine Kirche belegt ist. 2025 trat Wöllstadt als 400. Gemeinde dem hessischen Bündnis der Klima-Kommunen bei.
Auf 15,4 km² leben 6.543 Einwohnerinnen und Einwohner, was 425 je Quadratkilometer entspricht. Umliegend liegen Friedberg im Norden, Karben im Süden, Rosbach vor der Höhe im Westen und Niddatal im Osten.