Über die Postleitzahl 63811
Stockstadt am Main liegt im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg am linken Mainufer, westlich der Stadt Aschaffenburg und nahe der Grenze zu Hessen. Die Postleitzahl umfasst nahezu das gesamte Gebiet des Marktes Stockstadt a.Main, dessen Fläche mit 18,8 km² beziffert wird.
Der Ort wurde bereits Mitte des 9. Jahrhunderts als „Stocestat“ schriftlich erwähnt, 1024 folgte unter dem Namen „Stoddenstat“ eine weitere Nennung: Kaiser Heinrich II. schenkte den Ort dem Kloster Fulda, bevor er 1309 an das Erzbistum Mainz überging. Eine Besonderheit reicht bis ins Jahr 1527 zurück: Eine Akte der Mainzer Fürstbischöfe erwähnt einen Weihnachtsbaum im Stockstädter Hübnerwald – nach heutigem Kenntnisstand der älteste belegte Nachweis eines Weihnachtsbaums in Deutschland. Aus dem 16. Jahrhundert stammt zudem das Zollhaus an der Hauptstraße, in dem einst der Mainzer Kurfürst Albrecht von Brandenburg Zoll erheben ließ.
Auf Stockstädter Gemarkung lag außerdem ein römisches Kastell entlang des Obergermanisch-Raetischen Limes, das genutzt wurde, bis sich die Römer um 260 nach Christus aus der Region zurückzogen; der Deutsche Limes-Radweg führt heute an der Stelle vorbei. Die Leonharduskirche im alten Ortskern geht auf das Jahr 1773 zurück, die 1925 abgerissene St.-Anna-Kapelle wurde 2007 nach historischem Vorbild neu errichtet und ein Jahr später geweiht.
7.671 Einwohnerinnen und Einwohner kommen bei einer Dichte von 408 Personen je Quadratkilometer zusammen. Über die Bundesstraße 469 ist die Bundesautobahn 3 in wenigen Kilometern erreichbar, in der Nachbarschaft liegen Mainaschaff, Kleinostheim und, jenseits der Landesgrenze, Babenhausen.