Über die Postleitzahl 63843
Niedernberg liegt im Landkreis Miltenberg am linken Mainufer, rund sieben Kilometer südlich von Aschaffenburg. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte, 15,6 km² große Gemeindegebiet ab, umgeben von Mömlingen, Großostheim, Sulzbach am Main, Großwallstadt und, jenseits des Flusses, Stockstadt am Main.
Der Ort geht auf ein römisches Kastell am sogenannten nassen Limes zurück, das zwischen 83 und 150 nach Christus errichtet wurde und zum UNESCO-Welterbe zählt; die Kohorte namens Cohors I Ligurum et Hispanorum, rund 500 Mann stark und aus Norditalien und Spanien rekrutiert, war hier stationiert. Bis heute folgt der Grundriss des Ortskerns dem antiken Straßensystem – Hauptstraße und Kirchgasse liegen dort, wo einst die Lagerstraßen verliefen. Bei Bauarbeiten kam 1964 zudem eine bronzene Brunnenmaske zutage, das einzige bekannte Originalstück dieser Art nördlich der Alpen; sie ist heute im Aschaffenburger Stiftsmuseum zu sehen.
Urkundlich erwähnt wurde Niedernberg erstmals 1095, als ein gewisser Diemar von Niderenburc dem Kloster Lorsch Land vermachte. Aus einer 1340 genannten Kapelle ging später die heutige Pfarrkirche St. Cyriakus hervor, deren Turm und „Alter Chor“ noch von 1461 stammen. Seit 1988 spielt zudem die Theatergruppe Die Blechkatzen alljährlich im Herbst ein neues Stück, meist vor ausverkauftem Haus.
4.854 Menschen leben in Niedernberg, das entspricht einer Dichte von 312 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer. Aus früherem Kiesabbau ist im Süden des Ortes die Niedernberger Seenplatte entstanden; im August erinnert überdies ein Römisches Knoblauchfest an die antiken Wurzeln des Ortes. Angebunden ist der Ort über die benachbarte Stadt Aschaffenburg sowie die Nachbargemeinden Großwallstadt und Mömlingen.