Über die Postleitzahl 63853
Mömlingen liegt im Landkreis Miltenberg im Mümlingtal an der bayerisch-hessischen Landesgrenze, umrahmt von den bewaldeten Höhen des nördlichen Odenwalds; die Gemeinde selbst bezeichnet sich als „Tor zum Odenwald“. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte, 18,4 km² große Gemeindegebiet ab.
Als „Miminingen“ ist der Ort bereits zwischen 802 und 817 in einer Urkunde des Fuldaer Reichsklosters bezeugt – im Vergleich zu vielen Nachbargemeinden eine ungewöhnlich frühe Ersterwähnung. Im späteren Mittelalter tauchen zudem Angehörige einer wohl niederadeligen Familie „von Mimling“ in Urkunden auf – meist wirkten sie als Geistliche oder Zentgrafen, ein Name, der an den Maler Hans Memling denken lässt.
Südlich des heutigen Orts, am Nordhang des Buchbergs, stand einst das dem Bamberger Domstift gehörende Dorf Hausen hinter der Sonne, dessen Bevölkerung vermutlich schon die Pestwelle von 1348 stark dezimierte. Wie stattlich Mömlingen selbst im späten Mittelalter war, zeigt ein Zinsregister von 1426: Die Grafen von Wertheim bezogen hier als Herren der Breuberg Abgaben von 62 Hofstätten.
4.671 Menschen leben in Mömlingen, das entspricht einer Dichte von 253 je Quadratkilometer. Seit Oktober 2024 liefert ein Solarpark auf der Lichten Platte mit rund 22 Megawatt Leistung jährlich etwa 22 Millionen Kilowattstunden Strom; mitfinanziert wurde er von der Bürgerenergie Mömlingen eG. Nachbarorte sind Großostheim, Obernburg am Main, Niedernberg und Großwallstadt sowie, jenseits der Landesgrenze, Breuberg.