Über die Postleitzahl 63846
Laufach liegt im Landkreis Aschaffenburg östlich der Stadt Aschaffenburg, im Übergang vom Vorspessart zum Hochspessart. Fast die Hälfte der Postleitzahl nimmt der komplett bewaldete Forst Hain im Spessart ein, dazu kommen die Gemeinde Laufach mit ihren Ortsteilen Laufach, Hain im Spessart und Frohnhofen sowie ein Teil des Sailaufer Forstes im Süden; zusammen ergibt das 41,4 km².
Laufach, ursprünglich Loufaho genannt, wurde 1084 erstmals in einem Nekrolog des Aschaffenburger Stifts St. Peter und Alexander erwähnt; die Besiedlung des Tals erfolgte unter dem Schutz der einflussreichen Grafen von Rieneck. In der 1963/64 nach Plänen von Gustav Heinzmann errichteten Pfarrkirche St. Thomas Morus steht eine um 1520 entstandene Pietà aus Lindenholz, die dem Umkreis Tilman Riemenschneiders zugeschrieben wird.
Der Ortsteil Hain im Spessart, 1338 erstmals als „Laufa-Hayn“ genannt, geht auf ein Jagdschloss zurück, das Kurfürst Lothar Franz von Schönborn zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichten ließ; der Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts prägte den Ort mit einem mächtigen Damm und dem sogenannten Hohen Viadukt. Im östlich anschließenden Sailaufer Forst erinnert eine Sandsteinsäule an den verunglückten Revierjäger Schwab – gesetzt hat sie ein Nachfahre, der Vater des späteren Automobilunternehmers Theodor Bergmann.
5.148 Menschen leben in Laufach, das entspricht einer Dichte von 124 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Laufach an der Main-Spessart-Bahn bildete bis zur Eröffnung einer neuen, weniger steilen Strecke 2017 den westlichen Ausgangspunkt der Spessartrampe; Nachbarorte sind Bessenbach, Waldaschaff, Rothenbuch und Sailauf.