Über die Postleitzahl 63877
Sailauf gehört zu den ältesten Ansiedlungen im Vorspessart unweit von Aschaffenburg; schon im Jahr 1089 soll hier die Urkirche des oberen Aschafftals gestanden haben. Zur Postleitzahl 63877 gehören neben dem Hauptort die Pfarrdörfer Eichenberg und Weiberhof sowie ein größerer Teil des gemeindefreien, bewaldeten Sailaufer Forsts. Eichenberg, seit 1972 nach Sailauf eingemeindet, wurde bereits 1250 erstmals urkundlich genannt.
Wirtschaftlich ist Sailauf europäischer Entwicklungsstandort für die Elektroniksparte des Automobilzulieferers Magna sowie Sitz eines Mineralbrunnens, der unter dem Namen Sailaufer Mineralbrunnen Getränke herstellt. Oberhalb der spätbarocken St.-Vitus-Kirche, die auf drei Vorgängerbauten zurückgeht, führen Wege zu einem Lehrpfad durch die früher wirtschaftlich bedeutenden Streuobstwiesen. Bekannt ist zudem der Steinbruch Hartkoppe, in dem Mineraliensammler seltene Uranylminerale finden; vier Mineralarten wurden dort erstmals beschrieben und teils nach dem Steinbruch und dem Ort benannt.
Die Gemeinde erstreckt sich über 21,5 km² mit 3.583 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 167 je Quadratkilometer. Über die Autobahn A 3 ist Sailauf an das Fernstraßennetz angebunden, Nachbarorte sind unter anderem Hösbach, Laufach und Heigenbrücken.