Über die Postleitzahl 63934
Röllbach liegt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg, im Spessart zwischen Klingenberg, Mönchberg und Großheubach. Die Postleitzahl deckt praktisch die gesamte Gemeinde Röllbach ab, die Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mönchberg ist und keine weiteren Ortsteile hat, dafür aber mehrere Aussiedlerhöfe und Mühlen.
Der Deutsche Orden war hier schon 1263 aktiv, als ihm das Patronat der Kirche übereignet wurde; 1317 erwarb der Orden die Eigenleute des Dorfes, und bis 1483 war Röllbach Sitz eines Ordensamtes mit Zuständigkeit für 34 Orte und vier Höfe. Über dem Ort erinnern die Reste der Wallanlage Langer Berg an eine Besiedlung, die bis in vorgeschichtliche Zeit zurückreicht. Bekannter ist die Maria-Schnee-Kapelle: Einer Sage nach zeichnete ein Schneewunder ihren Grundriss vor, und nach der Zerstörung durch schwedische Truppen 1631 entwickelte sie sich zum Ziel zahlreicher Pestprozessionen. In der Nacht zum 25. April 1944 wurde Röllbach, obwohl es keine militärischen Ziele gab, von alliierten Bombern angegriffen; drei Menschen starben, 38 Wohnhäuser wurden zerstört.
Auf den 12,4 km² der Postleitzahl leben 1.690 Menschen, das ergibt eine Dichte von 137 Einwohnern je Quadratkilometer. Durch den Ort führt der Fränkische Marienweg, und in Klingenberg, Großheubach und Mönchberg liegen die nächsten Nachbarorte.