Über die Postleitzahl 97903
Collenberg liegt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern, direkt am Main und an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Gemeinde ab, die 1971 aus dem Zusammenschluss der Orte Fechenbach und Reistenhausen mit dem Dorf Kirschfurt entstand; beide bilden heute ein baulich zusammengewachsenes Doppeldorf. Namensgebend war die oberhalb gelegene Collenburg, deren Bauherr im 13. Jahrhundert dem Geschlecht der Schenken von Limpurg entstammte und die 1214 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Von der einstigen Burg ist heute eine Ruine erhalten, dazu kommen mit dem Fechenbacher Schloss von 1750 und der ehemaligen Synagoge in Fechenbach zwei weitere geschichtsträchtige Bauten – letztere wurde beim Novemberpogrom 1938 verwüstet. In Reistenhausen liegt ein jüdischer Friedhof. Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg, und wer eine Pause sucht, findet im Rathaus einen öffentlichen Bücherschrank. Auf 15,4 km² kommen in Collenberg 1.995 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 130 je Quadratkilometer.
Zwei Bahnhaltepunkte an der Strecke Miltenberg West–Wertheim verbinden Collenberg mit Aschaffenburg, Wertheim, Lauda und Crailsheim; auf der gegenüberliegenden Mainseite führt die Landesstraße L 2310 über Kirschfurt zur bayerischen Staatsstraße St 2315. Nachbarorte sind unter anderem Dorfprozelten im Süden sowie Eschau, Mönchberg und Röllbach auf hessischer beziehungsweise bayerischer Seite jenseits des Mains.