Über die Postleitzahl 64732
Die Kurstadt Bad König im Odenwaldkreis trägt ihren heutigen Namen erst seit 1952 – bis 1948 hieß der Ort schlicht König. Zur Postleitzahl 64732 zählen neben der Kernstadt die Stadtteile Ober-Kinzig, Zell im Odenwald, Fürstengrund, Momart, Kimbach, Nieder-Kinzig und Etzen-Gesäß. Urkundlich fassbar wird der Ort schon in den Jahren 820 bis 822 als Quinticha, später gehörte er den Grafen von Erbach, die spätestens ab dem 16. Jahrhundert das Schloss im heutigen Ortskern errichteten.
Um den Schlossplatz gruppieren sich Altes und Neues Schloss, die Rentmeisterei und die barocke evangelische Kirche von 1750/51, deren Wehrkirchturm noch von 1479 stammt; im Mauerwerk war einst ein römischer Grabstein eingebunden, dessen Original heute in der Rentmeisterei zu sehen ist. Namensgebend für den Kurbetrieb wurde eine Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte, 32 Grad warme Thermalquelle, die zusammen mit einer eisen- und manganhaltigen Stahlquelle zunächst für Trinkkuren genutzt wurde; seit 1948 ist Bad König staatlich anerkanntes Heilbad. Im Stadtteil Zell fertigt die 1912 gegründete Firma Maul bis heute Papierwaren, während Momart als kleinster Stadtteil einst dem mittelalterlichen Erzabbau seinen Namen verdankte.
9.507 Menschen leben auf 46,5 km², das sind 204 je Quadratkilometer.
Über die B 45 und die Odenwaldbahn ist Bad König an Eberbach im Neckartal sowie an Frankfurt und Darmstadt angebunden; östlich grenzt die Stadt Michelstadt an.