Über die Postleitzahl 64739
Im nördlichen Odenwald, im Tal der Mümling, liegt die Gemeinde Höchst im Odenwald – odenwälderisch Heigscht genannt –, deren Postleitzahl 64739 die Kernstadt sowie die Stadtteile Mümling-Grumbach, Hassenroth, Hetschbach, Pfirschbach, Annelsbach, Forstel und Hummetroth umfasst. Das Höchster Becken war schon in der Jungsteinzeit dauerhaft besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen; im Stadtteil Hummetroth legte man die Grundmauern eines römischen Gutshofs aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert frei, die heute als Freilichtmuseum offenstehen.
Schriftlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1156 als Hoiste. Um 1200 entstand hier ein Augustinerinnenkloster, das ab 1511 von Fuldaer Benediktinerinnen bewohnt wurde, bis die Reformation seinem Bestehen ein Ende setzte; der Dreißigjährige Krieg hinterließ den Ort danach fast menschenleer, und die Erholung zog sich über Generationen hin. Seit 1857 ist die südöstlich gelegene Obrunnschlucht als Ausflugsziel erschlossen. Der Stadtteil Mümling-Grumbach geht möglicherweise auf einen 1305 erwähnten Adelssitz derer von Crumbach zurück, während Forstel als kleinster Stadtteil bereits 1200 unter dem Namen Forstall genannt wird.
Auf 30,2 km² leben 9.792 Menschen, das entspricht 325 je Quadratkilometer.
Mit Bahnhöfen in Höchst, Hetschbach und Mümling-Grumbach ist die Gemeinde an die Odenwaldbahn Richtung Hanau, Darmstadt und Frankfurt angebunden; südlich grenzt Bad König an, östlich Breuberg.