Über die Postleitzahl 65321
Nach ihrer Ausdehnung ist Heidenrod die größte Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen; sie liegt im westlichen Hintertaunus nördlich des Taunushauptkamms, zwischen Rhein und Lahn. Die Postleitzahl deckt praktisch das gesamte Gemeindegebiet mit seinen 19 Ortsteilen ab; die Verwaltung sitzt im größten von ihnen, Laufenselden, dazu gehören unter anderem Springen, Kemel, Dickschied, Grebenroth, Zorn, Niedermeilingen und Nauroth.
Die Gemeinde entstand 1971, als sich 16 bis dahin selbständige Gemeinden freiwillig zusammenschlossen; Martenroth kam 1972 hinzu, Hilgenroth erst 1977 kraft Landesgesetz. Kemel, erstmals 812 urkundlich erwähnt, ist die höchstgelegene Ortschaft im westlichen Taunus, nur knapp vor dem Nachbarort Mappershain – der nahe Mappershainer Kopf gilt mit 548 Metern als höchster Berg dieses Taunusteils. Laufenselden selbst erhielt schon 1360 Stadt- und Marktrechte und gehörte zwischen 1919 und 1923 zum sogenannten Freistaat Flaschenhals, einem von der übrigen Rheinlandbesetzung abgeschnittenen Landstreifen zwischen Mainz und Koblenz.
Weil größere Gewerbestandorte fehlten, zählte Heidenrod vor 2012 zu den am höchsten verschuldeten Gemeinden Hessens. Ein Bürgerentscheid brachte im Januar 2012 mit 88,3 Prozent Zustimmung den Bau eines Windparks, der die Gemeindefinanzen spürbar entlastete; im Ortsteil Kemel entstand daraus mit der Zeit ein ganzer Naturenergiepark. Im Ortsteil Springen hat zudem die neohinduistische Gemeinschaft Bhakti Marga ihren Hauptsitz. Auf 95,6 km² leben 7.409 Menschen, das entspricht 78 Einwohnern je Quadratkilometer.