Über die Postleitzahl 65375
Oestrich-Winkel im Rheingau-Taunus-Kreis ist 1972 aus den einst eigenständigen Orten Mittelheim, Oestrich und Winkel hervorgegangen, die sich damals freiwillig zusammenschlossen; Hallgarten folgte 1977. Die Postleitzahl deckt fast das ganze Stadtgebiet ab und trägt seit Mai 2026 die amtliche Zusatzbezeichnung Hochschulstadt, seit 1980 ist die Stadt Sitz der privaten EBS Universität für Wirtschaft und Recht.
Wahrzeichen des Stadtteils Oestrich ist der Oestricher Kran, ein 1745 fertiggestellter Weinverladekran, in dem bis 1926 Männer mit Treträdern eine Seilwinde antrieben, um Schiffsladungen zu heben. Als besonders alt gelten zudem die Pfarrkirche St. Martin in Oestrich und die St.-Aegidius-Basilika im Stadtteil Mittelheim, beide zählen zu den ältesten Gotteshäusern der Region. Im Stadtteil Winkel steht mit dem Grauen Haus das älteste erhaltene Steinhaus Deutschlands, und zwei Kilometer nördlich liegt Schloss Vollrads mit seinem alten Wasserturm. Im Stadtteil Hallgarten, dem flächenmäßig größten Teil dieser Postleitzahl, zeigt die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Hallgartener Madonna aus dem frühen 15. Jahrhundert.
Geprägt ist die Stadt bis heute vom Weinbau in den Lagen der vier Stadtteile sowie vom Tourismus. Auf 59,3 km² leben 11.484 Menschen, das ergibt eine Dichte von 194 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Geisenheim, Eltville am Rhein und Schlangenbad.