Über die Postleitzahl 65795
Zentral im Rhein-Main-Gebiet zwischen Frankfurt, Mainz und Wiesbaden liegt Hattersheim am Main, das den größten Teil der Postleitzahl 65795 ausmacht; ein kleiner Flächenanteil gehört bereits zur Nachbargemeinde Kriftel. Die Stadt entstand 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss von Hattersheim, Okriftel und Eddersheim, wobei die namensgebende Kernstadt knapp die Hälfte der PLZ-Fläche stellt und Eddersheim sowie Okriftel sich die übrige Fläche etwa hälftig teilen.
Schon in der Bronze- und Eisenzeit war das Gebiet besiedelt, wie ein Gräberfeld keltischen Ursprungs aus der Zeit um 500 bis 200 vor Christus südlich der Voltastraße zeigt. Okriftel wurde 1103 erstmals erwähnt, als das Kloster St. Jakob bei Mainz dort ein Schiff und zwei Mühlen geschenkt bekam, Eddersheim folgt 1145 als „Heddereshem“. Zwischen 1597 und 1601 war Hattersheim von einer Welle der Hexenverfolgung betroffen, der sieben Frauen zum Opfer fielen; die Stadtverordnetenversammlung beschloss 2015 einstimmig deren Rehabilitierung. Wirtschaftlich prägten lange Zeit die Rosenzucht und die Industrie das Stadtbild, etwa die frühere Zentrale der Schokoladenmarke Sarotti, die bis 1994 in Hattersheim ansässig war.
In der Stadt leben 28.010 Einwohnerinnen und Einwohner auf 15,7 km², das entspricht einer Dichte von 1.779 je km². Der Bahnhof Hattersheim liegt an der Taunus-Eisenbahn und wird von der S-Bahn-Linie S1 bedient, Eddersheim besitzt eine eigene Station. Nachbar-Postleitzahlen sind Flörsheim am Main (65439) und Kriftel (65830).