Über die Postleitzahl 66333
Völklingen liegt an der Saar wenige Kilometer westlich von Saarbrücken und ist nach ihr die zweitgrößte Stadt im Regionalverband. Weithin bekannt ist die Stadt durch die Völklinger Hütte, das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Frühzeit der Industrialisierung und seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den ältesten Siedlungsspuren zählt ein steinzeitliches Faustkeil-Werkzeug, das 1940 in Ludweiler entdeckt wurde und der Altsteinzeit zugerechnet wird.
Der heutige Stadtteil Ludweiler geht auf eine Dorfgründung von 1604 zurück: Graf Ludwig II. von Nassau-Saarbrücken erlaubte damals zwölf Hugenotten, an der „Rixfurth im Warndt“ ein Dorf anzulegen, obwohl Calvinisten nach den Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens eigentlich nicht geduldet waren. Die Glaubensflüchtlinge brachten das Glasbläserhandwerk mit und begründeten so die Glasindustrie an der Saar; ihre 1785 erbaute Hugenottenkirche prägt bis heute den Marktplatz. Der flächenmäßig größte Stadtteil Lauterbach entstand 1707 um eine neu errichtete Glashütte und war von 1770 bis zur Eingemeindung 1974 zeitweise Grenzort zu Frankreich. Im Stadtteil Wehrden, erstmals 1234 urkundlich erwähnt, sorgte bis zum Bau der ersten Brücken im 16. Jahrhundert eine Saarfähre für die Flussquerung.
Auf 66,8 km² zählt die Postleitzahl 66333 40.162 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 601 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Saarbrücken, Püttlingen, Großrosseln, Bous und Wadgassen.