Über die Postleitzahl 66359
Bous liegt am rechten Ufer der Saar, am südlichen Ausgang des Saarlouiser Beckens, und gehört anders als seine Nachbarorte im Regionalverband nicht zum Landkreis Saarlouis. Flächenmäßig ist die Gemeinde seit 1982 die kleinste selbständige im Saarland – ein Status, den die Bevölkerung sich 1974 selbst erstritt, als Bous zunächst der Nachbargemeinde Schwalbach zugeordnet werden sollte und die Bürger dies durch Proteste rückgängig machten.
Erste Erwähnung findet der Ort 952; von einer römischen Mühle an gleicher Stelle zeugen 1836 gefundene Mauerreste. Über Jahrhunderte gehörte das halbe, später das ganze Dorf dem Kloster Wadgassen, bis die Herrschaft der Mönche erst mit der Französischen Revolution endete. Mit der Eisenbahn kam 1858 und dem Mannesmannröhren-Werk 1887 der industrielle Aufschwung, der bis in die 1990er Jahre anhielt; heute führt ein Elektrostahlwerk der Georgsmarienhütte-Gruppe diese Tradition fort. Sehenswert ist das ehemalige Redemptoristenkloster Heiligenborn, das der ungarndeutsche Künstler György Lehoczky zwischen 1949 und 1960 an der Stelle einer sagenumwobenen heiligen Quelle errichtete und ausgestaltete; im Keller trägt der Grundstein noch ein Hakenkreuz aus der Bauzeit unter den Nationalsozialisten.
7.152 Menschen leben in der Postleitzahl 66359 auf 7,6 km², eine Dichte von 945 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Völklingen, Püttlingen, Saarlouis, Schwalbach, Wadgassen und Ensdorf.