Über die Postleitzahl 66453
Gersheim liegt im südlichen Bliesgau unmittelbar an der Grenze zu Frankreich und grenzt innerhalb des Saarlandes nur an Mandelbachtal und Blieskastel. Namensgebend für die Postleitzahl 66453 ist der Hauptort, doch zusammen mit sieben weiteren Ortsteilen deckt die Gemeinde fast die gesamte Fläche ab. Ein merowingerzeitlicher Friedhof unter der Ortslage sowie der Namensausgang auf „-heim“ deuten auf eine Entstehung schon im Frühmittelalter hin; urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1150 als Geroldesheim.
Herausragend ist der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim mit Ausgrabungen aus der Kelten- und Römerzeit: Besonders bekannt ist das 1954 entdeckte keltische Fürstinnengrab, dessen Grabhügel begehbar rekonstruiert wurde. Zwischen dem 18. Jahrhundert und 1914 bestand im Ort zudem eine kleine jüdische Gemeinde, die 1889/90 in der Ludwigstraße eine Synagoge errichtete; nach ihrer Auflösung wurde das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Naturkundlich bemerkenswert ist ein Orchideengebiet nordwestlich des Ortes, das für seinen außergewöhnlichen Artenreichtum an heimischen Orchideen bekannt ist; in der Bliesaue hat sich zudem nach gezielten Auswilderungen wieder der Biber angesiedelt.
6.177 Menschen leben in der Postleitzahl 66453 auf 57,1 km², eine Dichte von 108 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Mandelbachtal und Blieskastel.