Über die Postleitzahl 66440
Blieskastel im Saarpfalz-Kreis ist für seine geschlossene barocke Stadtanlage bekannt und umfasst mit seinen zahlreichen, über ein weites Gebiet verstreuten Stadtteilen fast die gesamte Postleitzahl 66440. Zu den ältesten Zeugnissen der Region zählt der vor 4000 Jahren errichtete Gollenstein, der größte Menhir Mitteleuropas, sowie die um 850 von Benediktinermönchen erbaute Stephanus-Kirche im Stadtteil Böckweiler, die als älteste Kirche des Saarlandes gilt.
Nach dem Aussterben der Grafen von Blieskastel 1237 stiftete deren Tochter Elisabeth das Kloster Gräfinthal. Ihre heutige Gestalt erhielt die Stadt vor allem im 18. Jahrhundert, als die Reichsfreiherren von der Leyen, die bereits ein 1661 bis 1676 errichtetes Schloss besaßen, 1773 ihren Wohnsitz aus Koblenz hierher verlegten und Blieskastel unter der kunstsinnigen Gräfin Marianne von der Leyen zur Residenzstadt mit regem kulturellem Leben ausbauten. Aus dieser Zeit stammen der historische Stadtkern mit Rathaus, Herkulesbrunnen und Napoleonsbrunnen sowie die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner, die heutige katholische Pfarrkirche. Seit 2012 gehört Blieskastel der Cittaslow-Bewegung an, die sich für eine nachhaltige, an regionalen Produkten orientierte Stadtentwicklung einsetzt.
Auf 108,0 km² zählt die Postleitzahl 66440 20.128 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 186 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Sankt Ingbert, Mandelbachtal, Homburg, Gersheim, Kirkel und Zweibrücken.