Über die Postleitzahl 67466
Den größten Teil dieser Postleitzahl bildet die Stadt Lambrecht (Pfalz) mitten im Pfälzerwald, Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde; kleinere Randflächen gehören zu Deidesheim und Esthal. Den Beinamen „Tuchmacherstadt“ verdankt Lambrecht seiner früheren Textilindustrie, die maßgeblich von hugenottischen Wallonen aus Belgien geprägt wurde, die sich hier im 16. Jahrhundert ansiedelten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 977, als Herzog Otto von Worms in Grevenhausen das Benediktinerkloster St. Lambrecht stiftete. Erst kurz vor der Verleihung der Stadtrechte 1887 wuchsen die beiden Nachbardörfer St. Lambrecht und Grevenhausen im Jahr 1838 zu einer Gemeinde zusammen. Im Zunfthaus aus den Jahren 1606/07, das ein wohlhabender wallonischer Zuwanderer errichten ließ, erinnert der markante Erker noch heute an die Blütezeit der Tuchmacherei; 1931 bestanden noch neun Tuchfabriken, in den 1960er Jahren endete das Gewerbe endgültig. Jährlich am Sonntag Laetare feiert die Stadt mit dem Verkehrsverein den „Sommertag“, bei dem zwei Ringer symbolisch Winter und Sommer bekämpfen.
Auf 12,2 km² leben 3.961 Menschen, das ergibt 325 Einwohner je Quadratkilometer. Seit 2003 bedient die S-Bahn RheinNeckar den Bahnhof am nördlichen Stadtrand im Stundentakt. Lambrecht liegt im Naturpark Pfälzerwald und beherbergt dessen Geschäftsstelle; Nachbarorte sind unter anderem Neustadt an der Weinstraße und Elmstein.