Über die Postleitzahl 68623
Lampertheim im südhessischen Landkreis Bergstraße liegt rechtsrheinisch in der Oberrheinischen Tiefebene, am Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein. Neben der Kernstadt gehören die Ortsteile Hofheim, Hüttenfeld, Neuschloß und Rosengarten zur Stadt, von denen die Postleitzahl 68623 einen großen Teil abdeckt.
Die Gegend ist seit der jüngeren Steinzeit durchgehend besiedelt, Funde belegen Kelten, Germanen und eine römische Besatzung mit Gräberfeld und Münzen aus der Zeit Kaiser Domitians. Der Name Lampertheim taucht erstmals 832 in Formen wie Langobardonheim auf, urkundlich erwähnt wird der Ort 991 im Codex Edelini des Klosters Weißenburg. Der größte Stadtteil, Hofheim, geht vermutlich auf eine fränkische Gründung im 5. oder 6. Jahrhundert zurück und ist ebenfalls seit 991 als „Hovenheim“ belegt; seine Pfarrkirche St. Michael stammt vom selben Baumeister, Balthasar Neumann, der auch am Wormser Dom arbeitete. Rosengarten wiederum verdankt seinen Namen wohl der Sage vom Rosengarten zu Worms aus dem Nibelungenlied, urkundlich erscheint der Ort erstmals 1422.
Hüttenfeld erhielt seinen heutigen Namen erst 1813, nach dem Zollhaus „Lampertheimer Hütte“ zwischen Kurmainz und Kurpfalz; bekannt ist der Ort durch das 1853 erbaute Schloss Rennhof, in dem seit 1953 ein litauisches Gymnasium untergebracht ist.
Die Fläche von 72,0 km² zählt 32.101 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 446 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Viernheim, Bürstadt und Biblis sowie, jenseits des Rheins, Worms.