Über die Postleitzahl 68642
Bürstadt, eine Kleinstadt im südhessischen Landkreis Bergstraße, liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Rhein und Odenwald im Hessischen Ried. Die Postleitzahl 68642 umfasst neben der Kernstadt auch die Stadtteile Bobstadt und Riedrode.
Die fruchtbaren Böden und der Wild- und Artenreichtum lockten schon früh Siedler an die Hochufer des Rheins: Ein 1,35 Meter hoher Monolith in der Gemarkung, der sogenannte Sackstein, gilt als Steinsetzung aus der späten Jungsteinzeit; in den umliegenden Wäldern fanden sich Grabhügel aus der Hallstattzeit sowie, am Rand des Bürstädter Waldes, Reste einer römischen Siedlung. Der Ortsname selbst leitet sich von „Bisos Stätte“ ab, benannt nach einem fränkischen Fürsten mit Besitzungen in der Gegend.
Riedrode ist dagegen jung: Die hessische Landesregierung ließ den Ort 1933 als Erbhofdorf mit 28 Bauernhöfen auf entwässertem Sumpfland planen, ab 1935 zogen vor allem verarmte Bauern aus dem Vogelsberg ein, und 1936 wurde Riedrode als das erste seiner Art in Hessen feierlich eröffnet. Im Ortszentrum der Kernstadt steht das 1608 erbaute historische Rathaus, das bis 1930 die Gemeindeverwaltung beherbergte und heute unter Denkmalschutz steht.
Auf 34,3 km² leben 17.294 Menschen, das entspricht 504 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Lampertheim, Biblis, Einhausen und Lorsch.