Über die Postleitzahl 68753
Waghäusel am Nordrand des Landkreises Karlsruhe besteht aus den drei Stadtteilen Kirrlach, Wiesental und Waghäusel und ist ausgerechnet nach dem kleinsten und jüngsten von ihnen benannt. Die Postleitzahl 68753 deckt alle drei fast vollständig ab. Das Gebiet gehörte durch Schenkungen der Salierkaiser zwischen 1056 und 1063 zum Hochstift Speyer und blieb es bis zur Säkularisation 1806, als es an Baden kam.
Der namensgebende Stadtteil Waghäusel selbst geht auf ein 1616 von Kapuzinern gegründetes Kloster neben einer Marienwallfahrtskirche zurück; eine größere Ansiedlung entstand aber erst mit dem Bau des Jagdschlosses Eremitage zwischen 1724 und 1729, an dem später auch Balthasar Neumann mitwirkte. Selbständig wurde Waghäusel erst 1930 und zählte 1945 nur wenige hundert Einwohner. Die heutige Stadt entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Waghäusel, Wiesental und Kirrlach; ursprünglich sollte sie „Lusshardt“ heißen. Zur Stadt erhoben wurde sie 1984, seit 2013 trägt sie den Titel Große Kreisstadt.
Am 21. Juni 1849 standen sich beim Gefecht bei Waghäusel badische Revolutionstruppen unter Franz Sigel und eine preußisch geführte Invasionsarmee gegenüber; die Badener siegten zunächst, konnten den Erfolg aber nicht nutzen. In Kirrlach erinnert eine altdeutsche Weinstube mit Schanklizenz seit 1700 an die lange Geschichte des Ortes.
Auf 42,7 km² leben 22.021 Menschen, das entspricht 515 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Sankt Leon-Rot, Reilingen, Altlußheim und Philippsburg.