Über die Postleitzahl 68775
Ketsch am Rhein, südlich von Mannheim im Rhein-Neckar-Kreis, füllt die Postleitzahl 68775 fast vollständig aus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 1150, seine Grundherrschaft lag zunächst beim Bischof von Speyer, ab 1159 beim Kloster Maulbronn, das seinen Besitz 1329 an das Speyerer Domkapitel verkaufte. Schon 1195 ist mit dem „Ketscher Fahr“ eine Rheinfähre nach Otterstadt belegt, die erst 1834 nach Brühl verlegt wurde, nachdem der 16. Rheindurchstich die Ketscher Rheininsel geschaffen hatte.
Eine örtliche Sagengestalt ist der Schultheiß Enderle, der von 1558 bis 1583 amtierte und der Überlieferung nach die bäuerlichen Rechte gegenüber dem Pfalzgrafen Ottheinrich verteidigt haben soll; vor dem Rathaus erinnert eine Bronzestatue an ihn. Seit dem 19. Jahrhundert spielt in Ketsch, nahe der Badischen Spargelstraße, der Spargelanbau eine wichtige Rolle. Wirtschaftlich prägen heute unter anderem ein Logistikstandort von John Deere, eine Kaffeerösterei der Aldi-Süd-Tochter NewCoffee und ein Standort von Hengst Filtration den Ort.
Sportlich bekannt ist die erste Frauen-Handballmannschaft der TSG Ketsch, die Kurpfalz Bären, die mehrere Jahre in der Handballbundesliga spielte.
Auf 16,4 km² leben 13.057 Menschen, das entspricht 797 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Schwetzingen, Hockenheim und Brühl.