Über die Postleitzahl 68782
Brühl, ein ehemaliges Bauern- und Fischerdorf am Rhein im Rhein-Neckar-Kreis, teilt sich die Postleitzahl 68782 mit einem kleineren Teil von Schwetzingen. Der Ortsname geht auf einen keltischen Begriff für eine am Wasser gelegene Wiese zurück; erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1157 als „Bruowele“, als der Bischof von Speyer ihn erwarb. Der eingemeindete Ortsteil Rohrhof ist noch älter und erscheint bereits 976 als „Rorheim“, als Kaiser Otto II. den Ort dem Wormser Bischof schenkte.
Im 20. Jahrhundert wandelte sich Brühl von einem Dorf mit eigenen Industrien – vor allem Ziegeleien, Luftschiffbau und Aluminiumverarbeitung – zu einem Vorort des benachbarten Mannheim, wo heute ein Großteil der Bewohner arbeitet. 1840 entstand die erste Ziegelei, 1890 gab es bereits sieben; nach dem Ersten Weltkrieg schrumpfte die Zahl, die letzten beiden schlossen in den 1960er-Jahren. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gründete der Industrielle Karl Lanz auf Brühler Gemarkung ein Unternehmen für Luftschiffbau, dessen Luftschiffe zur größten deutschen Konkurrenz der Zeppeline wurden; nach dem Ende dieser Produktion in den 1920er-Jahren wandte sich der bis 2007 bestehende Betrieb dem Verschalungsbau zu.
Eine Besonderheit der Gemarkung ist die weitläufige Kollerinsel, die bei der Rheinbegradigung nach den Plänen Johann Gottfried Tullas aus einer Halbinsel entstand.
Auf 9,4 km² leben 14.282 Menschen, das sind 1.523 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Ketsch, Hockenheim und mehrere Mannheimer Postleitzahlen.