Über die Postleitzahl 68809
Neulußheim, dessen Gemarkung zu den kleineren im Rhein-Neckar-Kreis zählt, ist eine der jüngeren Gründungen der Region: 1711 legte der württembergische Amtspfleger Julius Schickard den Ort an der östlichen Gemarkungsgrenze von Lußheim, dem heutigen Altlußheim, als „Lußhofen“ auf einer vom Herzog Eberhard Ludwig zugewiesenen Fläche an. Den Anfang machte ein einzelner Hof mit Wirtschaft und eigener Brauerei. Amtlich wurde der Ort 1816 in Neulußheim umbenannt, selbständige Gemeinde wurde er 1821, wobei der genaue Gemarkungszuschnitt gegenüber Altlußheim erst 1830 durch einen Vergleich geklärt wurde.
Die Gemarkung Neulußheims wird auf weiten Teilen ihres Randes von der Altlußheimer Gemarkung eingefasst, im Norden grenzt Hockenheim an, im Osten Reilingen. Die Verlegung der einst im Ortszentrum kreuzenden Straßenachsen zu den heutigen Bundesstraßen 36 und 39 brachte dem Ort später eine spürbare Verkehrsentlastung.
Im Dachgeschoss der alten Schule zeigt das Turmuhrenmuseum Uhren aus drei Jahrhunderten, im ehemaligen Bahnhofsgebäude finden als Kulturtreff regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und auch standesamtliche Trauungen statt.
Auf 3,2 km² leben 7.134 Menschen, das entspricht 2.215 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Hockenheim, Reilingen und Altlußheim.